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Holzboden ausgleichen

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sie möchten einen neuen Boden verlegen und was Sie für Ihr Bauprojekt benötigen ist ein ebener Untergrund? Ihr alter Holzboden hat sich verzogen und muss ausgeglichen werden? Wir geben Ihnen in diesem Beitrag nützliche Informationen und hoffen, dass mit unserer Anleitung schnell alles wieder ins Lot kommt.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Holzboden ausgleichen – die Ursachenforschung kommt am Anfang
  2. Holzboden ausgleichen – so messen Sie die Unebenheiten
  3. Warum müssen Sie die Intensität der Unebenheiten kennen?
  4. Holzboden ausgleichen mit Ausgleichsmasse Schritt für Schritt erklärt
    4.1. Holzboden ausgleichen mit Estrich oder Trockenestrich
  5. Geübter Heimwerker versus Fachkraft: Unser Fazit

1. Holzboden ausgleichen – die Ursachenforschung kommt am Anfang

Ein ebener Untergrund ist immer die Ausgangsbasis für das Verlegen eines Bodens. Da ist es ganz gleich, ob Sie einen neuen Untergrund schaffen oder einen alten Holzboden ausgleichen möchten. Bei letzterem sollten Sie unbedingt der Frage auf den Grund gehen, warum der Boden schief geworden ist. Meistens sind die Ursachen eher harmlos. Doch es gibt auch Fälle, in denen nur ein Fachmann weiterhelfen kann. Vor allem dann, wenn Sie bspw. darüber nachdenken einen Altbau zu kaufen und diesen zu sanieren.

Sind die Dielen verschraubt oder genagelt, können sich die Schrauben und Nägel mit den Jahren lösen. Die Auswirkungen sind lose Bretter, die sich nach oben wölben. In diesem Fall genügt es meistens, die alten Schrauben oder Nägel zu entfernen und durch neue, die etwas länger sind, zu ersetzen.

Es sind eher leichte Unebenheiten, die Sie über das Holzboden ausgleichen nachdenken lassen? Die können durch Verzug oder Schwinden des Holzes entstehen. Meistens sind es auch Gebrauchsspuren, die sich mit kleinen Dellen bemerkbar machen. Oder schwere Möbel, die im Laufe mehrerer Jahre ihre Spuren hinterlassen. In diesem Fall lässt sich der Holzboden ausgleichen, indem sie ihn abschleifen.

Der gesamte Holzboden ist schief? Dann ist im besten Fall nur die Unterkonstruktion mit den Jahren instabil geworden. Das kann daran liegen, dass die Trägerbalken sich verformt haben. Viel Zeit für die Begradigung müssen Sie leider trotzdem einplanen. Denn der alte Boden muss raus, der Balken begradigt und die Unterkonstruktion stabilisiert oder erneuert werden. Bevor Sie loslegen, raten wir Ihnen dazu, eine Fachkraft hinzuzuziehen. Die kann dann ausschließen, dass die Ursachen in der Bausubstanz liegen.

Es ist ein Knick, der für den schiefen Boden verantwortlich ist? Dann liegen die Gründe leider weit unterhalb des Bodenbelags. Denn diese Art der Schieflage entwickelt sich oft dann, wenn ein Balken marode geworden ist. Wenn Sie dann nur den Holzboden ausgleichen, ist das Problem nicht gelöst.

Manchmal ist der Belag auch nur zu einer Wandseite hin schräg. Das ist dann ein Indiz dafür, dass Wasser in die Außenmauern eingedrungen sein könnte. Die nassen Balkenenden zersetzen sich und können dem Gewicht des darüberliegenden Gemäuers nicht mehr standhalten. Auch dann raten wir Ihnen unbedingt, sich von einer Statik-Fachkraft unterstützen zu lassen.

2. Holzboden ausgleichen – so messen Sie die Unebenheiten

Sie haben sich entschlossen, den alten Holzboden auszugleichen? Doch selbst für geübte Heimwerker ist es schwer, die schiefen Areale mit bloßem Auge zu erkennen. Gut, dass es praktische Hilfsmittel gibt, die wir Ihnen an dieser Stelle gerne vorstellen:

  • Langes Metall-Lineal: Das legen Sie einfach in allen Richtungen an verschiedenen Stellen aus. Wenn es der ganzen Länge nach eben aufliegt, ist alles im grünen Bereich. Bilden sich Lücken zwischen Boden und Lineal, sind Sie auf Unebenheiten gestoßen. Am besten, Sie messen gleich mit dem Zollstock nach, wie tief diese sind.
  • Wasserwaage: Gut, wenn Sie eine zur Hand haben. Denn mit ihr geht das Messen wesentlich komfortabler vonstatten als mit dem Lineal. Die Vorgehensweise ist zunächst die gleiche. Allerdings können Sie an der Luftblase im Wasser sofort erkennen, ob der Boden gerade ist. Sie haben eine Unebenheit ausgemacht? Dann legen Sie einen Keil darunter und justieren ihn so lange aus, bis die Blase in der Mitte ist.
  • Laserwasserwaage: Wenn Sie ein größeres Projekt angehen, welches mehrere Räume umfasst, lohnt sich die Anschaffung durchaus. Sie können das Gerät so aufbauen, dass die Laserpunkte knapp über dem Boden an der Wand zu sehen sind. So lassen sich die schiefen Stellen gut erkennen und mit dem Zollstock messen.

3. Warum müssen Sie die Intensität der Unebenheiten kennen?

Die Maßunterschiede sind vor allem dann wichtig, wenn Sie Ausgleichsmasse verwenden. Warum das Messen notwendig ist, lässt sich gut mit einfachen Worten erklären. Denn die Ergebnisse entscheiden über die Auswahl des richtigen Produktes. Schließlich muss eine Ausgleichsmasse für Höhenunterschiede von 70 mm anderen Anforderungen gerecht werden, als es bei 20 mm der Fall ist. Deshalb lautet unsere Empfehlung: Vergleichen Sie vor dem Holzboden ausgleichen die gemessenen Unterschiede mit den Herstellerangaben zur Ausgleichsmasse.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Sie die Materialmenge realistisch einschätzen können. Vor allem vermeiden Sie es natürlich, dass Sie mehr Geld ausgeben wie nötig. Doch zu knapp sollten Sie auch nicht kalkulieren. Wenn Sie während des Arbeitens feststellen, dass die Ausgleichsmasse nicht ausreicht oder Sie zu wenig angerührt haben, wird das Holzboden Ausgleichen schnell zur Herausforderung. Denn die Massen binden in der Regel in kürzester Zeit ab. Wenn Sie doch in die Situation geraten, ist das aber auch kein Beinbruch. Allerdings brauchen Sie dann ein Profi-Schleifgerät, um die betroffenen Stellen nachzubearbeiten.

4. Holzboden ausgleichen mit Ausgleichsmasse Schritt für Schritt erklärt

Schritt 1 – Untergrund reinigen und abdichten: Je sorgfältiger der Untergrund vorbereitet ist, umso besser ist am Ende das Ergebnis. Befreien Sie den Belag vor dem Ausgleichen von jeglichem Staub und Schmutz. Mit einem feinen Besen und einem Staubsauger lässt sich das gut meistern. Anschließend dichten Sie die Stellen, die nicht ausgeglichen werden sollen, mit Silikon oder Maleracryl ab.

Schritt 2 – Dämmstreifen anbringen und Türen abdichten: Zunächst müssen Sie an den Wänden direkt über dem Boden sog. Randdämmstreifen anbringen. Wir empfehlen Ihnen eine Stärke von mindestens 5 mm. So trennen Sie den Boden von den Wänden, was sich vorteilhaft auf den Trittschallschutz auswirkt. Wenn der selbstklebende Effekt an manchen Stellen nicht wirkt, spricht nichts dagegen, einen Tacker zu verwenden. Denken Sie auch daran, die Türöffnung mit dem Dämmstreifen abzudichten. Mit Klebeband können Sie den Dämmstreifen gut mit dem angrenzenden Boden verbinden. Auf diese Weise stellen Sie beim Holzboden Ausgleichen sicher, dass die Ausgleichsmasse dort bleibt, wo Sie hingehört – nämlich in dem Raum, in dem Sie arbeiten.

Schritt 3 – Haftgrund auftragen und Risse schließen: Mit einem Haftgrund, der mit Quarzsand versetzt ist, verbindet sich die Ausgleichsmasse fest mit dem Untergrund. Mit Pinsel und Malerwalze werden Sie gut vorankommen. Und denken Sie auch daran, dass Sie im Rauminneren beginnen und sich zum Ausgang hin vorarbeiten. Sonst versperren Sie sich noch den Weg in den verdienten Feierabend. Der Haftgrund ist trocken? Dann geht es an das Verschließen evtl. vorhandener Risse und Löcher. Mit einer Glättekelle als Werkzeug ist auch das keine große Aufgabe. Kleinere Schäden dürfen Sie beim Holzboden Ausgleichen an dieser Stelle getrost unberücksichtigt lassen. Die wird die Ausgleichsmasse am Ende von selbst verschließen.

Schritt 4 – Ausgleichsmasse anrühren: Vergessen Sie bitte nicht, sich mit Handschuhen und einer Atemschutzmaske zu schützen. Einige große Eimer oder Mörtelwannen dürfen Sie vorher aber schon bereitstellen. Am besten auch einen weiteren Helfer oder eine Helferin. Denn so können Sie mit der Masse den Holzboden ausgleichen, während zwei weitere Hände das ständige Rühren übernehmen. Verrührt werden Wasser und Ausgleichsmasse übrigens mit Bohrmaschine und Quirl. Das genaue Vorgehen unterscheidet sich je nach Produkt. Da ist es gut, dass ich auf oder in jeder Verpackung eine entsprechende Verarbeitungsanleitung befindet.

Schritt 5 – Ausgleichsmasse auftragen: Weil die angerührte Masse recht flüssig ist, ist hier eher von einem Verteilen die Rede. Starten Sie in der hinteren Raumecke. Sie können den Ausgleich direkt vom Eimer aus auf dem Boden verteilen. Die Masse verfließt von selbst und Sie müssen den Vorgang lediglich mit einem Flächenspachtel optimieren. Übrigens rührt Ihr Helfer oder Ihre Helferin währenddessen bereits den nächsten Eimer an. Weil Sie beim Holzboden Ausgleichen am Ball bleiben können, wird sich die Ausgleichsmasse vollflächig miteinander verbinden.

Schritt 6 – Ausgleichsmasse entlüften: Das Entlüften muss beim Holzboden ausgleichen bereits vor dem Trocknen geschehen. Andernfalls können sich Luftbläschen bilden, die den Boden am Ende die Stabilität nehmen. Wenn Sie bereits während des Verteilens der Ausgleichsmasse zwischendurch mit der Stachelwalze die bearbeitete Fläche abrollen, machen Sie alles richtig. Achten Sie nur darauf, dass Sie am Ende auch wirklich die gesamte Masse entlüftet haben.

Schritt 7 – Unebenheiten abschleifen: Erst mal bleibt Zeit zum Durchatmen. Denn abschleifen können Sie den Untergrund erst, wenn die Ausgleichsmasse vollständig durchgetrocknet ist. Es ist so weit? Dann prüfen Sie nochmal, ob und an welcher Stelle Unebenheiten bestehen. Verdächtig sind hier meistens die Ränder und Ecken. Mit einer Handschleifmaschine lassen sich auch diese gut ausbessern.

Damit Sie auch wirklich alle Werkzeuge zum Holzboden Ausgleichen parat haben, haben wir noch einmal eine Check-Liste mit den benötigten Werkzeugen und Materialien zusammengestellt:

  • Maleracryl oder Silikon
  • Randdämmstreifen und evtl. ein Tacker
  • Klebeband
  • Haftgrund mit Quarzsand
  • Pinsel und Malerwalze
  • Glättekelle
  • mehrere Eimer oder Mörtelkübel
  • Handschuhe, Atemschutzmaske, Schutzbrille
  • Bohrmaschine mit Quirl
  • Flächenspachtel
  • Wasser
  • Ausgleichsmasse
  • Stachelwalze
  • Handschleifmaschine

4.1. Holzboden ausgleichen mit Estrich oder Trockenestrich

Im Grunde bewirkt flüssiger Estrich beim Holzboden ausgleichen die gleichen Ergebnisse wie Ausgleichsmasse. Allerdings wird er in der Regel wesentlich dicker aufgetragen und daraus ergibt sich ein großer Nachteil. Denn die Aushärtungszeit beträgt 30 Tage. Außerdem wirkt sich die Dicke Schicht auf die Deckenhöhe aus. Und der höhere Boden kann für Türen problematisch werden. Auf der anderen Seite hält Estrich eine größere Traglast aus. Falls es genau darauf ankommt, sollte diese Alternative also immer die erste Wahl sein. Wir vom Holzboden Stadel empfehlen Estrich eher bei Kernsanierungen oder Neubauten. Ein Fachbetrieb ist bei diesem Anwendungsfall unerlässlich.

Wie es sich beim Holzboden ausgleichen mit Trockenestrich verhält? Sie haben Recht, sobald die Richtlatten ausgelegt, die Schüttung verteilt ist und die Platten verschraubt sind, müssen Sie keinerlei Wartezeit einplanen. Sie können sofort mit dem Verlegen des neuen Bodens beginnen.

5. Geübter Heimwerker versus Fachkraft: Unser Fazit

Fühlen Sie sich als erfahrener Heimwerker oder erfahrene Heimwerkerin bereit für das Projekt „Holzboden ausgleichen“? Gehen Sie Ihr Vorhaben aber bitte nur in Eigenregie an, wenn die Ursache für den schiefen Boden eindeutig geklärt ist. Sobald die Bausubstanz beschädigt ist, sollten Sie immer zunächst einen Fachmann um Rat bitten. Ansonsten dürfen Sie gerne an die nächsten Schritte denken. Ein bisschen Übung gehört beim Ausmessen der Höhenunterschiede allerdings schon dazu. Wenn Ihre Werkstatt gut ausgestattet ist, haben Sie sicherlich auch einen Großteil der benötigten Utensilien und Werkzeuge schon griffbereit. Beim Holzboden Ausgleichen mit Estrich ist der Fachbetrieb vielleicht trotzdem die bessere Wahl und für den hohen Aufbau beim Trockenestrich ist nicht immer die erforderliche Deckenhöhe Voraussetzung. Da bleibt die Ausgleichsmasse oft die einzige Alternative. Einschlägige Erfahrung ist hier natürlich Gold wert. Denn es kann auch viel schiefgehen. Das bemerken Sie aber leider erst dann, wenn später der Boden knarrt, Spalten, Fugen, Risse oder sogar Stolperfallen entstehen. Genau das können die Folgen von Unebenheiten auf dem Untergrund sein. Bei Ihren Fähigkeiten machen Sie sich da keine Sorgen? Dann wünschen wir viel Erfolg und Freude an Ihrem neuen Boden.