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WPC und Holz Terrasse im direkten Vergleich

WPC und Holz Terrasse im direkten Vergleich

Wie so oft im Leben haben Sie auch bei Terrassendielen die Qual der Wahl: Stehen Sie auf Fliesen? Entsprechen Natur- oder Betonsteinplatten Ihrem Geschmack? Soll Holz den Außenbereich dominieren? Oder fällt die Entscheidung auf eine WPC Terrasse? Es ist nicht immer einfach, im Dschungel der Möglichkeiten die richtige Entscheidung zu treffen. Im heutigen Beitrag nehmen wir uns deshalb den Naturwerkstoff Holz und den Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff WPC etwas genauer vor und vergleichen die beiden Materialien hinsichtlich ihrer natürlichen und technischen Eigenschaften und Aspekten wie Optik, Haptik und Pflege.

Inhaltsverzeichnis:

  1. WPC – Was ist das eigentlich?
  2. Vorzüge von WPC Terrassendielen
  3. Vorzüge von Holz Terrassendielen
  4. Welche ist teurer: WPC Terrasse oder Holz Terrasse?
  5. Wer hält länger durch, WPC oder Holz?
  6. Eine Frage der Optik
  7. Welches Material fühlt sich besser an?
  8. Ist eine WPC Terrasse pflegeleichter als eine aus Holz?
  9. Entscheidungshilfe und Kaufempfehlung

1. WPC – Was ist das eigentlich?

Holz und WPC gehören zu den beliebtesten Materialien für den Bau einer Terrasse. Aus diesem Grund nehmen wir genau diese beiden näher unter die Lupe. Holz kennt jeder, doch was genau steckt eigentlich hinter beziehungsweise in WPC?
WPC ist die Abkürzung vom englischen „Wood Plastic Composite“. Auf Deutsch sprechen wir in der Langversion von einem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff. Der Holzanteil variiert von Hersteller zu Hersteller und liegt ungefähr zwischen 40 und 70 Prozent. Des Weiteren besteht WPC aus Kunststoffen, etwa Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) sowie diversen Zusatzstoffen wie zum Beispiel UV-Blocker und Farbpigmenten, die den Dielen einen schönen Farbton verleihen. Das Ganze wird zu einem Granulat vermischt und via Guss- oder Pressverfahren in Form gebracht. Während jedes Stück Holz eine einzigartige Optik hat, sehen WPC Dielen nach dem Herstellungsprozess alle gleich aus.

2. Vorzüge von WPC Terrassendielen

Einer der größten Vorteile einer WPC Terrasse ist, dass sie nicht splittert. Vielleicht haben Sie selbst schon einmal die Erfahrung gemacht und sich einen Splitter zugezogen oder Ihrem Kind einen entfernt. Ein Vorgang, der häufig von vielen Tränen begleitet wird. Wenn Sie also ein Barfußfreund sind oder Ihre Kinder gern mit blanken Füßen durch den Garten tollen, schließen Sie die Gefahr von Holzspänen ganz einfach direkt aus und setzen Sie auf Terrassendielen sowie Teich- und Poolumrandungen aus dem splitterfreien Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff.

Eine WPC Terrasse hat darüber hinaus viele weitere Vorteile:

  • Sie ist sehr pflegeleicht und muss nicht zwingend regelmäßig mit Öl nachbehandelt werden.
  • Terrassendielen aus WPC besitzen eine hohe Farb- und Witterungsbeständigkeit.
  • Die Resistenz gegenüber Salz und Chlorwasser ist besser als bei Holz.
  • Schädlinge, Pilze und Moose greifen eine WPC Terrasse weniger an.
  • Dielen aus WPC sind sehr formstabil und robust, eine Ausrichtung ist nicht notwendig.
  • Der Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff muss seltener gewartet werden.
  • Material- und Zeitersparnis: Nachsortierung und Nachschleifen entfallen.
  • Eine WPC Terrasse neigt nicht so stark zum Vergrauen wie Holz.

3. Vorzüge von Holz Terrassendielen

In Sachen Natürlichkeit macht Holz kein anderes Material etwas vor. Und es ist genau diese natürliche Ausstrahlung, warum der Werkstoff so faszinierend ist. Holz fügt sich ideal in einen Außenbereich mit viel Grün ein und wirkt zudem sehr herzlich, gemütlich und einladend. Und Holz ist nicht gleich Holz: Sie können zwischen vielen Holzarten in verschiedenen Farbtönen wählen. Darunter besonders haltbare und robuste Exoten aus Übersee oder heimische Weichhölzer aus deutschen Wäldern. In dem breiten Angebot ist für jeden Anspruch, jedes Budget und jede optische Vorliebe etwas dabei.

Eine Terrasse aus Holz hat darüber hinaus viele weitere Vorteile:

  • Holz Terrassendielen heizen sich im Sommer weniger auf als WPC oder Steinfliesen.
  • Frost richtet auf einer Holzterrasse weniger Schaden an.
  • Die Längenausdehnung von Holz ist geringer ausgeprägt als die von WPC.
  • Jedes Stück Holz ist einzigartig, eine individuellere Terrasse gibt es nicht.

4. Welche ist teurer: WPC Terrasse oder Holz Terrasse?

Je robuster und haltbarer das Material, desto teurer die Terrassendielen. Nach dieser Faustregel können Sie sich durchaus richten, sollten aber auch einige andere Aspekte wie Service und Leistung des Anbieters nicht außer Acht lassen. Harthölzer sind am dauerhaftesten und kommen aus den Tropen, sie stellen die teuerste Variante dar. Ebenfalls im oberen, aber je nach Herstellungsverfahren und Bearbeitung auch im mittleren Bereich liegen WPC Terrassen sowie Dielen aus thermisch behandelten Hölzern. Am günstigsten sind Nadelhölzer aus heimischen Wäldern.

Doch entscheiden sollte nicht nur der Preis, sondern das Gesamtpaket. Dank des großen Wettbewerbs auf dem Dielen-Markt profitieren Sie als Endkunde von stabilen Preisen, die es jedem Gartenbesitzer ermöglichen, sich eine Holz- oder WPC Terrasse anzuschaffen. Als der Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff noch ganz neu war, kosteten WPC Terrassendielen deutlich mehr als andere Varianten. Diese Zeiten sind jedoch passé und die Preise haben sich dank der starken Nachfrage auf einem moderaten Niveau eingependelt.

Einige Preisbeispiele von Holz und WPC Terrassen zur Orientierung:

  • WPC Diele mit Hohlkammersystem ab 6,30 EUR pro laufenden Meter
  • WPC Diele mit Vollprofil ab 9,60 EUR pro laufenden Meter
  • Hartholz Terrassendiele ab 10,90 EIR pro laufenden Meter
  • Weichholz Terrassendiele ab 5,90 EUR pro laufenden Meter

5. Wer hält länger durch, WPC oder Holz?

Fünf Dauerhaftigkeitsklassen beschreiben die Haltbarkeit in Jahren von Terrassendielen aus Holz. Dabei regelt die DIN Norm 350-2 die Einordnung in eine der jeweiligen Klassen und richtet sich dabei insbesondere danach, wie resistent ein Holz gegenüber Schädlingen und der Witterung ist. Tropenhölzer schneiden dabei am besten ab und haben mit ihrer Zugehörigkeit zur Dauerhaftigkeitsklasse 1 als Terrassendiele eine Lebenserwartung von 20 bis 25 Jahren. Dass sie so gut vor Pilzen und holzzerstörerischen Organismen geschützt sind, liegt an ihrer hohen Dichte. Nadelhölzer weisen diese nicht auf und halten deshalb weniger lange.

Wie verhält es sich nun mit WPC? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn wie lange Sie eine WPC Terrasse nutzen können, hängt davon ab, wie hoch der Anteil von Holzfasern im Verbundwerkstoff ist. Je mehr Holz, desto anfälliger ist das Material für Insekten, Mikroorganismen und Pilze. Als Richtwert kann man sagen, dass die Lebenserwartung von WPC Dielen  mit Hohlkammer bei 10 bis 15 Jahren und bei der massiven Variante zwischen 15 und 20 Jahren liegt.

6. Eine Frage der Optik

Wenn Sie es lebendig und natürlich mögen, sind Terrassendielen aus Holz die richtige Wahl für Sie. Eine WPC Terrasse zeichnet sich dagegen durch ein gleichmäßiges Erscheinungsbild aus. Wieso das so ist?

Kein Stück Holz gleich dem anderen. Für die manchmal nur kleinen feinen Unterschiede zeichnen Maserung, Farbgebung und Struktur verantwortlich. Natürliche Wachstumsmerkmale sind ebenfalls nicht ausgeschlossen und je nach Holzart mehr oder weniger ausgeprägt. Dadurch entsteht häufig eine lebendige und dynamische Optik. Manche Tropenhölzer verwandeln Terrassen mit ihren ansprechenden und exklusiven Farbtönen in echte Design-Freisitze.

Auf einer WPC Terrasse geht es optisch wesentlich ruhiger zu. Die homogene Oberfläche ist der Mischung aus Holz und Kunststoff geschuldet. Doch es gibt nicht nur ganz glatte Dielen aus dem Verbundwerkstoff. Innovative Hersteller versuchen, ihnen durch die Einarbeitung von Oberflächenstrukturen wie Rillen, Mustern oder Prägungen mehr Holzcharakter zu verleihen, eine künstliche Maserung sozusagen. Was die Farbe angeht, sind Ihnen bei WPC Dielen keinerlei Grenzen gesetzt. Möglich ist eigentlich alles, das Angebot umfasst aber größtenteils Terrassendielen in natürlichen Holztönen.

7. Welches Material fühlt sich besser an?

Im Sommer steht Barfußlaufen auf dem Programm! Die Haptik der Bodenoberfläche spielt deshalb eine nicht unwichtige Rolle. Wie es damit bei einer WPC Terrasse bestellt ist, bestimmt das Mischverhältnis des Verbundwerkstoffs. Je mehr Holzfasern und je weniger Kunststoff, desto mehr kommt das Gefühl auf, den Fuß auf echtes Holz zu setzen. Doch im Gegensatz zum Naturwerkstoff können Sie Splitter ausschließen. Der Grund ist, dass WPC durch das Mischen von Holz und Kunststoff zu einer homogenen Masse wird, die nicht splittert und nicht reißt. Es ist also das perfekte Material für nackte Füße. Gerillte oder grob genutete Dielen besitzen außerdem eine angeraute und somit rutschfeste Oberfläche. Das erhöht insbesondere im Poolbereich, wo Wasser spritzt, die Sicherheit.

Holz splittert unterschiedlich stark. Am wenigstens anfällig ist Tropenholz, denn die hohe Dichte sorgt nicht nur für Stabilität und Widerstandsfähigkeit, sondern auch für weniger Verzug und ein geringeres Splitterrisiko. Auf der glatten Oberfläche einer Terrasse aus exotischem Holz können Sie also ziemlich entspannt barfuß laufen. Anders sieht es bei Nadelhölzern aus heimatlichen Gefilden aus. Sowohl Astlöcher als auch lebendige Maserung haben Einfluss auf die Haptik und die Gefahr, sich einen Splitter einzufangen, ist bei Weichholz deutlich höher.

8. Ist eine WPC Terrasse pflegeleichter als eine aus Holz?

Ein hoher Pflegeaufwand kann die gute Sommerlaune schon mal trüben. Aber keine Sorge, ein Boden im Freien aus Holz verlangt zwar mehr Zuwendung als eine WPC Terrasse, der Anspruch hält sich jedoch in Grenzen. Ein- bis zweimal im Jahr sollten Sie den Naturwerkwerkstoff mit Wasser abspülen, von Verschmutzungen befreien, richtig trocknen lassen und mit einem Öl oder einer Lasur nachbehandeln. Nur so erhalten Sie den schönen Farbton des Holzes, der ja sicher auch ein Kriterium ist, warum Sie das Material wählen. Überlegen Sie sich, ob Sie sich die Zeit für diese Pflege nehmen möchten. Tun Sie es nicht, leiden sowohl Optik als auch Haptik der Holz Terrassendielen darunter.

Deutlich weniger Einsatz müssen Sie bei der Pflege einer WPC Terrasse zeigen. Wasser mit einem Schuss Spülmittel reicht in der Regel aus, um die Dielen aus dem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff zu reinigen. Zudem gibt es spezielle WPC Terrassendielen Reiniger, mit denen Sie hartnäckigere Verschmutzungen entfernen können. Darüber hinaus bedarf es keiner zwingenden Nachbehandlung mit einem Öl oder einer Lasur. Wir würden Ihnen allerdings dazu raten, die Dielen direkt nach der Verlegung zu imprägnieren.

9. Entscheidungshilfe und Kaufempfehlung

Nun wird es ernst! Welche Terrasse passt zu Ihrem Geschmack, Ihrem Budget und Ihren Bedürfnissen? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten und die einzig richtige Entscheidung gibt es nicht. Falls Sie jedoch noch mit sich hadern, können Sie sich an unseren Empfehlungen orientieren, die wir Ihnen nach vielen Jahren Erfahrung im Holzhandel mit auf den Weg geben möchten.

Geben Sie einer WPC Terrasse den Vorzug, wenn …

  • … Sie gern barfuß unterwegs sind.
  • … Kinder und Haustiere zur Familie gehören und die Terrasse nutzen.
  • … Sie die Dielen vor der Verlegung nicht erst sortieren und nachschleifen wollen.
  • … Sie möglichst wenig Aufwand mit der Pflege haben möchten.
  • … Ihr Budget den Kauf einer WPC Terrasse erlaubt.

Geben Sie einer Holzterrasse den Vorzug, wenn …

  • … Natürlichkeit für Sie das oberste Gebot ist.
  • … Ihnen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig ist.
  • … Ihnen das Nachsortieren und das Ausrichten der Dielen nichts aufmacht.
  • … Sie die Zeit und Muße haben, den Mehraufwand für die Pflege in Kauf zu nehmen.

Noch einmal kurz und knapp: Eine WPC Terrasse splittert nicht, ist pflegeleicht und aufgrund ihrer Haltbarkeit und Formstabilität jeden Cent wert. Heimwerkern erleichtern Dielen aus WPC die Verlegung, da Sie weder ausgerichtet noch nachgeschliffen werden müssen. Falls es bei Ihrem Projekt um die Umrandung eines Swimmingpools geht, stellt der Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff die bessere Wahl dar.